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    Eurogate-Blog

    OSCAR goes to Wilhelmshaven

    Oscar-reifer Empfang für weltgrößtes Containerschiff

    Es war ein würdiger Empfang für das weltgrößte Containerschiff. 250 geladene Gäste, darunter Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, und mehrere Dutzend Medienvertreter begrüßten die „MSC Oscar“ bei ihrem Erstanlauf am EUROGATE Containerterminal in Wilhelmshaven. Das Schiff legte aus Bremerhaven kommend um 13 Uhr in Wilhelmshaven an und machte sich in den Abendstunden auf die Weiterreise, die über weitere europäische Häfen zurück in den Fernen Osten führt.

    „Für alle Beteiligten war das fast wie eine Oscar-Verleihung. Auch der Oscar ist schließlich ein Preis, der für harte Arbeit und Anstrengungen verliehen wird“, sagte der gut gelaunte Minister Lies. Er zeigte sich überzeugt, dass der Containerterminal Wilhelmshaven seinen Platz in der europäischen Hafenlandschaft findet. Der Anlauf der „MSC Oscar“ und weiterer Großschiffe sei ein gutes Signal und ein wichtiger Impulsgeber für weitere Reeder, Importeure und Exporteure wie auch für die ganze Region.

    EUROGATE und MSC Germany begrüßten gemeinsam mit Minister Lies den Kapitän der „MSC Oscar“, Giuseppe Siviero, persönlich in Wilhelmshaven. Auch für Siviero und seine Mannschaft mit 35 Seeleuten war es ein guter Tag. Von nur zwei Schleppern begleitet hatte die „MSC Oscar“ bei bestem Wetter nach einem unkomplizierten Manöver am Kai festgemacht, wo fünf Containerbrücken umgehend mit den Löscharbeiten begannen. „Es ist auch für mich etwas Besonderes, auf so einem Schiff zu fahren“, erzählte der erfahrene 56-jährige Kapitän. Von seiner Brücke aus blickt er zunächst über zahllose Reihen von Containern, bevor er vor dem Bug Wasser sehen kann. Wenn die „MSC Oscar“ mit ihrer Servicegeschwindigkeit von 22,8 Knoten unterwegs ist, benötigt die Schiffscrew 25 Minuten, um das Schiff anzuhalten.

    Die „MSC Oscar“ wurde in einer Familientradition der MSC Mediterranean Shipping Company nach dem Sohn von Diego Aponte, CEO und Präsident von MSC benannt und im Januar in Südkorea getauft. Das weltgrößte Containerschiff ist 395 m lang, 59 m breit, 73 m hoch und hat einen Tiefgang von 16 m. Die „MSC Oscar“ besteht aus 45.300 t Stahl. Ihr Bau hat nach Angaben von MSC 140 Mio. USD gekostet. Imposante Zahlen, die aber dennoch die wahre Dimension des Containerriesen unzureichend beschrieben. Auf einer einzigen Reise könnte die „MSC Oscar“ 57,7 Millionen Kleidungsstücke befördern, wenn die Stellplatzkapazität von 19224 TEU voll ausgeschöpft. Oder 1,15 Millionen Waschmaschinen oder 13,8 Millionen Solarpanelen – genug um 346 Haushalte mit Strom zu versorgen.

    So groß die „MSC Oscar“ auch ist: Sie ist lediglich das erste Schiff einer ganzen Baureihe, welche die südkoreanische Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering bis 2016 an MSC ausliefern wird. Auch andere Containerreedereien haben ehrgeizige Bauprogramme für Megacarrier angekündigt. Dieser Trend zu immer größeren Schiffen korrespondiert perfekt mit den Stärken des Jade-Weser-Ports. „Das größte Containerschiff am Containerterminal mit der größten Wassertiefe: Das ist ein positives Signal für die Zukunft. Die Möglichkeit, jederzeit tideunabhängig anlegen zu können, ist optimal für Großcontainerschiffe und gibt Wilhelmshaven ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Emanuel Schiffer, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung.

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